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"Neubeginner" , neues Leben - Maschine in Halle auf Tournee und im Interview

"Neubeginner" , neues Leben - Maschine in Halle auf Tournee und im Interview (c) HP KB

Maschine – in der Händelhalle zu Halle

Ein Konzertabend der viel verspricht und auch sehr lange in der Saalestadt angekündigt wurde. Aber was kann es besseres geben, wenn genau am Abend nach dem Musical „Elvis“ gleich eine Ostdeutsche Rocklegende auf die Bühne in derselben Halle tritt?

Das ist doch ganz klar! Es kann nur gut werden! Die Bilder zum Konzert findet ihr hier !

Doch bevor es richtig los ging trat eine eher noch unbekannte Dreimannband auf, die sich „Stilbruch“ nennt. Doch man sollte sich nicht so sehr an den Namen fest machen, denn die Jungs haben wirkliches Potential!

Mit Schlagzeug, Violine und Cello, können sie wirklich gute Stimmung machen und man sollte sich die Band gut vormerken. Sie werden ein weiteres Mal in Halle auftreten und das schon im März in der Ulrichkirche. Wie von den Jungs selber angekündigt, mit großem Symphonieorchester. Wir dürfen also gespannt sein!Wir werden weiter über Stilbruch berichten !

 

Zumindest ist da kaum etwas zu spüren, dass sie, nach eigener Aussage, als „Straßenmusikanten“ ihre Karriere begannen.

 

Doch gleich nach dem Vorprogramm kam er – Dieter Birr, alias Maschine!

Passend zu seinem Spitznamen lief erst mal eine Turbine an, bevor er mit seinen Musikern die Bühne betrat. Es ist kaum zu glauben, dass er schon über 70 Jahre jung ist!

Doch Rock hält eben jung. Und das haben schon ganz andere Künstler bewiesen.

Aber auch wenn er seit knapp einem Jahr seine Solokarriere gestartet hat, die 45 Jahre Puhdys sind im Sound von Maschine unverkennbar. Aber es ist auch kein Wunder, war er doch der führende Kopf der ostdeutschen Kultband und auch Komponist von so vielen großartigen Hits. So sind die Einflüsse auch in seinen Soloalben nicht zu überhören.

Er kam natürlich auch nicht alleine, denn seine Band, die er zusammengestellt hatte sind alles hochkarätige und namhafte Künstler aus der deutschen Rock und Pop Szene.

Da waren gleich zwei namhafte Gitarristen darunter, wie Uwe Hassbecker von der Band SILLY oder Jörg Weisselberg von der Band EWIG und zugleich Ehemann von Jeanette Biedermann.

Oder auch der Bassist Christian Liebig von KARAT. Der Schlagzeuger Felix Lehrmann, der ebenso für namhafte Gruppen spielt und auch als Studiomusiker sehr erfolgreich ist. Und nicht zu vergessen am Keyboard, Marcus Gorstein der Maschine bei seinen Soloprojekten zur Seite steht und immer Zeit für Maschine hat, denn Flexibilität ist gerade jetzt besonders wichtig, wie er selbst zugeben musste.

 

Aber auch das war noch nicht alles, denn es kamen noch zwei weitere Überraschungsgäste auf die Bühne.

So sang Maschine gemeinsam mit Jule Neigel und beide lieferten sich ein grandioses Intermezzo.

Aber auch Ela, von der Band Elaiza sang mit Maschine im Duett. Das kam nicht von ungefähr, hatte sie für ihn den Song geschrieben und sogar gleich noch eine tolle Melodie mitgeliefert. Bedingung dafür war jedoch, dass sie es gemeinsam mit ihm singen musste.

Für Ela und ihren Song  „So viel erlebt“ ist dies ein wahrlicher Ritterschlag und Ehrung zugleich.

Natürlich kam Maschine auch nicht an den alten Songs aus der Puhdyszeit vorbei. Schließlich war das Publikum breit gestaffelt. Es feierten Alt und Jung, Junggebliebene und die neue Generation mit ihm. Auch wenn für so manchen die Boote der Jugend davon gefahren sind, so waren an diesem Abend die Träume noch längst nicht gestorben.

Und so machte sich Maschine auf zu seinem wahrlichen Neubeginn und man trinkt auf das neue Leben und den neuen Erfolg! Wir wünschen von Herzen viel Erfolg !

 

 

Die Internetzeitung www.hallepost.de hatte im Vorfeld des Konzerts von Maschine die einmalige Gelegenheit ein kurzes telefonisches Interview mit Maschine zu führen.

 

  1. Du wurdest sicherlich schon oft danach gefragt, aber die Leser von Hallepost würden es auch noch gerne wissen wollen, woher kommt der Name „Maschine“?

Maschine : "Weil ich früher immer doppelt gegessen habe, hat mal einer den Namen „Fressmaschine“ geprägt. Der frisst ja wie eine Maschine und zum Glück ist davon nur „Maschine“ übrig geblieben, der mich seitdem mein Leben lang begleitet.  

 

  1. Wieviel „Puhdys“ steckt noch in Maschine?

Maschine : "Ich bin ja sozusagen derjenige der die meisten Songs der Puhdys geschrieben hat, man könnte auch sagen Maschine steckt in Puhdys drin. Ich bin natürlich erkennbar durch meine Stimme und die Art der Komposition und die Leute identifizieren mich dadurch natürlich auch mit den Puhdys."

 

  1. Auf dem neuen Album sind auch sehr viele Akustik und auch tiefsinnige Songs drauf. Sind diese der Lebensweisheit oder der Lebenserfahrung geschuldet?

Maschine :"Meine Botschaft an die Fans, das ich neu beginne und klar hängt da beides Lebenserfahrung und Lebensweisheit mit drin. Ich bemühe mich immer in meinen Songs  Dinge glaubwürdig rüber zu bringen. Ich könnte nicht über irgendwas singen, woran ich nicht glaube."

 

  1. Wie kommt man immer wieder auf die Ideen zu solchen anregenden Texten und den jeweiligen Sounds dazu? Machst Du das alles allein oder im Team oder mit wechselnden Personenkreisen?

Maschine : "Das ist unterschiedlich. Meist denke ich mir die Musik aus und manchmal auch die Texte, aber ich habe natürlich auch Leute die für mich texten. Aber die Musik mache ich im Allgemeinen immer selber. Dann gehe ich ins Studio, und nehme die Songs manchmal mit Gastmusikern oder manchmal auch alleine auf, es kommt immer drauf an.

Das Album „Neubeginner“ zum Beispiel habe ich zusammen mit Markus Gorstein , dem Keyborder meiner Band im Studio produziert. Da haben wir meine Ideen aufgenommen und er hat auch seine Ideen beigesteuert. Das entwickelt sich dann alles im Studio. Manchmal geht man ins Studio und hat die Vorstellung zu einem Lied und dann nimmt man es auf und dann merkt man, das entwickelt sich dann doch in eine ganz andere Richtung. Das ist manchmal nicht vorhersehbar. Es immer  schön, wenn man dann im Studio überrascht wird, von neuen Möglichkeiten.“

 

  1. Erscheint erst der Text im Kopf oder erst der Sound?

Maschine : "Das ist unterschiedlich, in der Regel war es bei mir immer so das erst der Sound da war und dann die Texte gekommen sind. Beim Album Neubeginner hat Heinz Rudolf Kunze viele Texte beigsteuert, so dass es hier umgedreht war und ich habe zu den Texten die Musik gemacht. In der Regel ist es bei mir aber so, wenn ich alles alleine mache, das erst der Sound da ist  und ich dann den Text mache."  

 

  1. Über 40 Jahre Puhdys, 46 um genau zu sein, das ist in der Musik- in der Rockgeschichte schon sehr selten. Fühlst Du dich selbst dabei als „Legende“?

Maschine : "Nö, die Leute sagen das zwar immer, aber fühle mich nicht so. Ich finde es schön solange Musik machen zu können. Wenn man sein ganzes Leben dazu verwenden kann Musik zu machen. Wenn die Leute mich als Legende sehen, sehe ich das als Ehrung und nehme die Bezeichnung gerne an. :-)"

 

  1. Du bewegst inzwischen mehrere Generationen mit Deiner Musik. Darf man fragen ob auch die Enkelkinder diesen Weg eingeschlagen haben?

Maschine : "Ja also eine Enkeltochter von mir, die Annabell, hat zusammen mit mir auf dem letzten Soloalbum gesungen und sie war auch auf der Weihnachtstour mit den Puhdys  dabei, die Tochter von meinem Sohn. Sie spielt Klavier und kann ganz wunderbar singen. Inwieweit meine andere Enkeltochter die Amelie, später mal Musik machen wird, kann ich heute noch nicht sagen. Aber sie ist auch sehr musikalisch und kann sehr gut singen. Sehen kann man beide auf meiner Facebookseite, dort habe ich Videos mit Ihnen aufgezeichnet, wo wir zusammen singen."

 

  1. Maschine ohne Puhdys ist für viele Fans sicherlich kaum vorstellbar. War der Schritt zur Solokarriere einfach für Dich?

Maschine : "Das muss man natürlich ne Menge dafür tun. Man muss den Leuten schon was Neues bieten, man muss ein Album machen. Man hat jetzt allein die Verantwortung für Alles und muss Vieles organisieren, Werbung machen und vorbereiten. Die neue Platte soll sich ja auch verkaufen. Vorher war die Verantwortung bei uns 5en.

Natürlich habe ich auch jetzt auch ein Team um mich rum, wie Plattenfirma, Management und Promoter und so, die mich tatkräftig unterstützen. Ich muss jetzt  natürlich auch die Kritik alleine einstecken und natürlich auch das Lob. Also es ist nicht ohne, man muss schon was dafür tun, das es läuft und erfolgreich läuft."

Hinweis der Redaktion: "Uns gefällt das Album sehr gut und die Musik darauf ist scder Hammer egal ob Sound oder auch die jeweiligen Texte, alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und kommt super rüber!"

 Maschine : " Das freut mich zu hören, wenn die Musik und das Album so gut ankommen."

 

  1. Wie lange reifte die Idee, nach dem Ende der Puhdys  solo weiter zu machen?  

Maschine : " Meine Entscheidung, stand schon vor dem Ende der Puhdys fest, das ich dann Solo weitermache."

 

  1. Wie hat die Familie reagiert, als sie hörte Sie machen Solo weiter ?

Maschine : " Die Familie hat sehr gut darauf reagiert, Sie unterstützen mich in allen Belangen. Zum Beispiel meine liebe Frau managt alles im Hintergrund, sie nimmt mir den Schreibkram ab, die ganze Büroarbeit und die Koordination der ganzen Termine und Sie pflegt zum Beispiel meine Facebookseite, wofür ich Ihr sehr dankbar bin."

 

  1. Überrascht es Dich, dass der Ostrock heutzutage einen solchen Boom erlebt?

Maschine : " Ich freue mich darüber! ich finde es angenehm dass so viele Leute Anteil daran nehmen. Ich find es bombastisch ,das zum Beispiel so viele Leute zu der Abschlusstournee  gekommen sind und vor allem die  beiden Abschlusskonzerten in der Mercedes-Benz-Halle in Berlin und beide Tage ausverkauft waren mit jeweils 11.000 Menschen, das Konzert in der Waldbühne. Auch die Tour mit den Rocklegenden war gigantisch."

 

  1. Hat sich in all den ganzen Jahren, inzwischen schon Jahrzehnten, die Sie/Du schon Musik machen, Ihr /Dein Verhältnis zur Musik geändert, bzw. gewandelt?

Maschine : "Nein, ich habe immer gerne Musik gemacht und man lernt ja immer wieder dazu. Die Liebe zur Musik ist immer da. Man macht viele Erfahrungen und probt zusammen. Grade in letzter Zeit haben wir viel geprobt, mit der neuen Band, wo jeder Musiker für sich ein absoluter Profi ist, wie zum Beispiel Uwe Hassbecker von Silly oder Christian Liebig von Karat. Es macht Spaß mit Ihnen zusammen Musik zu machen! Musik  muss nicht perfekt gespielt sein, wichtig ist es, das es die Hörer emotional packt und es echt und unverfälscht rüberkommt."

 

  1. Was ist Deine Lieblingsmusik, neben der eigenen Musik? Welche Musik  kannst Du gar nicht hören?

Maschine : "Einfache handgemachte Rockmusik, was ich nicht gerne höre sind Volkslieder, aber ich hab nichts gegen Leute die solche Musik hören. Ich bin da sehr tolerant!"

 

  1. „Maschine“ ist untrennbar mit den Puhdys, dass erkennt man auch an unseren Fragen, aber was zeichnet den Menschen, was zeichnet Maschine persönlich aus?

Maschine : "Da müsstest Du eigentlich Andere fragen! Aber mein Lebensmotto ist noch immer: erst einmal machen und probieren, resignieren kann man später immer noch!"

Wir bedanken uns herzlich bei Maschine für das nette und interessante  Interview und wünschen viel Erfolg bei der Solokarriere und dem neuen Album Neubeginner !!  

 Das Interview führte Katharina Bast !

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