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111 Gründe, die SGD zu lieben

Jetzt im Handel: "Eine Liebeserklärung an den großartigsten Fußballverein der Welt."

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„Meine persönliche Beziehung zum Verein entdeckte ich beim Rückspiel gegen den VfB Stuttgart im Halbfinale des UEFA-Cups“, erzählt der 34-Jährige Dresdner. „Ich war mit Schulfreunden auf Klassenfahrt, saß vor einem Kofferradio und hatte damals keinen blassen Schimmer davon, live dem größten internationalen Erfolg der Dynamo-Historie zu lauschen“. Heute kann ich sagen, dass dieser Moment vor 25 Jahren der wichtigste Grund für mich ist, weshalb ich die SGD lieben gelernt habe.

Hier veröffentlichen wir als exklusive Leseprobe für alle Dynamo-Fans den 39. von insgesamt 111 Gründen, die SGD zu lieben.

Grund 39, weil wir bewiesen haben, dass weniger manchmal mehr ist:

Im Frühjahr 2000 verspielte Dynamo Dresden nach einer desaströsen Hinrunde und einem zu spät einsetzendem Zwischenspurt die Qualifikation zur neu entstehenden Regionalliga. Nach 43 Jahren, acht Meisterschaften und sieben Pokalsiegen, 98 Europapokalspielen sowie vier Bundesligajahren waren wir wieder viertklassig. Es war fraglich, wann oder ob überhaupt wir jemals den Weg zurück finden würden. Der Verein war an einem historischen Tiefpunkt angekommen.

In der Südstaffel der NOFV Oberliga planten wir nur eine Saison zu verbleiben. Bereits am ersten Spieltag zeigte sich jedoch, dass nicht allen, die für Dynamo auf dem Feld oder im Büro tätig waren, bewusst war, in welch prekärer Lage wir uns befanden. Statt demütig und emsig waren wir überheblich. In einer unangemessenen Werbeaktion wurden im Vorfeld Taschentücher an unseren Gegner aus Sondershausen verteilt. 90 Minuten später war Dynamo um die Erfahrung der ersten von insgesamt zehn Saisonniederlagen reicher.

Die Taschentücher wurden das Symbol dafür, dass der erste Warnschuss zwar zeitig abgegeben, jedoch nicht verstanden wurde. Zeitig war abzusehen, dass dem einen Jahr mindestens ein weiteres folgen würde. Die Saison beendeten wir als Fünfter mit abgeschlagenen 26 Zählern hinter dem Staffelsieger 1.FC Magdeburg.

Der Verein drohte, seinen Anhang zu verlieren. Im vorletzten Heimspiel gegen Wacker Nordhausen fanden sich gerade noch 920 Unerschrockene im Stadion ein. Ein besonderes „Highlight“ bekamen die, die ausharrten, noch geboten. Das Spiel fand während der Woche statt, einem Zeitpunkt, welcher die meisten Vereine vor erhebliche logistische Probleme stellte.

Im Gegensatz zu den Profibedingungen, die bei Dynamo galten, wurde Fußball in dieser Liga größtenteils als intensives Hobby betrachtet. Die Spieler waren in ihren Berufen geerdet und hatten andere Prioritäten. So reiste Nordhausen an diesem Tag zwar mit elf Spielern an, aufgrund einer Verletzung vor dem Spiel standen zum Anpfiff nur noch zehn zur Verfügung.

Eines der Lieblingsbücher meines Sohnes sind die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär. Als der als junger Bär gemeinsam mit den Zwergpiraten am Kapern des riesigen Schiffes Moloch scheitert, sagt er sinngemäß, dass er an diesem Tage alles lernte, was man über das Scheitern wissen müsse. Wir hatten unsere Lektionen ebenfalls erhalten.

Dynamo lag am Boden und wäre wohl auch nicht wieder aufgestanden, wenn in der folgenden Saison nicht die Aussage des bekannten Kinderbuches von Sammy Drechsel 11 Freunde müsst ihr sein wahr geworden wäre. Unter dem neuen Trainer Christoph Franke wurde die Mannschaft komplett umgestellt und erhielt erstmals nach vielen Jahren wieder ein Gesicht. Von den Spielern blieb neben Ignjac Kresic, der bereits zwei Jahre das Dresdner Tor hütete, mit Frank Paulus und Maik Wagefeld eine sehr überschaubare Anzahl an Spielern dem Verein erhalten. Kapitän wurde Steffen Heidrich, der zuvor lange Zeit in Cottbus außen vor war. Denis Koslov war dem Namen nach nicht völlig unbekannt, von den anderen Neuzugängen hatten wohl die wenigsten Fans im Vorfeld etwas gehört.

Dynamo musste sparen, wo es nur ging, um weiter eine Geschichte zu haben anstatt eine vergangene Randepisode zu sein. Christoph Franke hatte für die Saison einen Kader von nicht einmal zwei Mannschaftsstärken beisammen. In ihm enthalten war bereits sein 35-jähriger Co-Trainer Sven Köhler. Die Anzahl der Spieler, die wöchentlich aufliefen, war zu gering, um auf Formschwankungen oder Verletzungen mit gleichwertigem Ersatz reagieren zu können. Doch Dynamo hatte Glück. Die einzige langwierige Verletzung traf Denis Koslov, als er sich kurz vor Saisonende einen Kreuzbandriss zuzog.

Dem Trainer gelang es mit 19 eingesetzten Spielern, von denen vier höchstens fünf Einsätze am Saisonende hatten, ein ganzes Spieljahr inklusive erfolgreicher Relegation zu bestreiten. Die Mannschaft harmonierte und passte besser zusammen als es nach der desaströsen Vorsaison in den optimistischsten Träumen zu erwarten war. Außerdem war sie erfolgreich wie lange nicht. Dennoch musste bis zum allerletzten Spieltag gezittert werden, um Gewissheit zu haben, dass unsere Schwarz-Gelben und nicht die Mannschaft vom VFC Plauen zu den Relegationsspielen antreten würde. In einem letzten Kraftakt gelang es der Mannschaft nochmals, ihr Tor in den beiden Duellen gegen die Amateure von Hertha BSC zu vernageln. Ein einziges, von Steffen Heidrich erzieltes Tor, brachte den Aufschwung nach einer jahrelangen Depression nach Dresden.

Alle Infos zum Buch im Überblick: Autor: Eric SpannausVerlag: Schwarzkopf & SchwarzkopfPreis: 9,95 €Erschienen am: 01.12.2014Seitenzahl: 296ISBN-13: 9783862654178ISBN-10: 3862654176

Tipp zur offiziellen Vorstellung:

  • Das Buch wird von Auto Eric Spannaus am 28. Januar 2015, um 18 Uhr, offiziell in der Buchhandlung Ludwig, Schlesischer Platz 1, (im Bahnhof Dresden Neustadt) vorgestellt.

Authors: SG Dynamo Dresden

Lesen Sie mehr http://www.dynamo-dresden.de/fans/news/newsdetails/111-gruende-die-sgd-zu-lieben-1.html

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